Ein grüner Status ist nur die halbe Sicherheit

Die meisten Backup-Programme melden nach jedem Lauf einen Status: erfolgreich oder fehlgeschlagen. Dieser Status sagt aus, dass Daten kopiert und geschrieben wurden. Er sagt nichts darüber aus, ob sich aus dieser Sicherung im Ernstfall tatsächlich ein funktionierendes System oder eine vollständige Datei wiederherstellen lässt. Zwischen „Sicherung erfolgreich“ und „Wiederherstellung funktioniert“ liegt ein Unterschied, der erst im Ernstfall sichtbar wird, wenn es zu spät ist.

Was bei einer Sicherung schiefgehen kann, ohne dass es auffällt

  • Beschädigte oder unvollständige Sicherungsdateien, die erst beim Wiederherstellungsversuch erkennbar werden.
  • Falsch konfigurierte Sicherungsjobs, die zwar laufen, aber nicht alle relevanten Daten oder Systeme erfassen.
  • Anwendungen oder Datenbanken, die im laufenden Betrieb inkonsistent gesichert wurden und sich dadurch nicht sauber wiederherstellen lassen.
  • Zugriffsprobleme auf den Sicherungsspeicher selbst, etwa bei abgelaufenen Zugangsdaten oder vollem Speicherplatz.

Was ein Wiederherstellungstest leistet

Ein Wiederherstellungstest prüft nicht die Sicherung, sondern das Ergebnis einer Sicherung: Lässt sich eine Datei, ein Ordner oder ein ganzes System aus dem Backup tatsächlich wieder nutzbar machen. Das kann in unterschiedlichem Umfang geschehen, von der stichprobenartigen Wiederherstellung einzelner Dateien bis zum vollständigen Testlauf eines Servers in einer isolierten Testumgebung. Entscheidend ist, dass der Test regelmäßig stattfindet und nicht nur einmalig bei der Einrichtung der Sicherung.

Wie oft getestet werden sollte

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, da sie von der Kritikalität der gesicherten Systeme abhängt. Ausführlicher wird das im Artikel Wie oft sollte ein Backup getestet werden? beschrieben.

Managed Backup bei cs-computer umfasst Cloud- und Hybrid-Backup inklusive Überwachung und zentraler Verwaltung. Details dazu stehen auf der Seite zu Server, Backup & Recovery.