Es gibt kein universelles Intervall
Wie oft ein Backup getestet werden sollte, lässt sich nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten, die für jedes Unternehmen gleichermaßen gilt. Entscheidend ist, wie kritisch die gesicherten Systeme für den laufenden Betrieb sind und wie stark sich die Daten und Konfigurationen zwischen zwei Tests verändern.
Faktoren, die das Intervall beeinflussen
- Kritikalität des Systems: Systeme, deren Ausfall den Geschäftsbetrieb unmittelbar stoppen würde, rechtfertigen häufigere Tests als weniger wichtige Systeme.
- Änderungshäufigkeit: Systeme mit häufigen Konfigurationsänderungen sollten öfter getestet werden, da sich Fehler in der Sicherung schneller einschleichen können.
- Komplexität der Wiederherstellung: Je mehr Abhängigkeiten ein System hat, etwa zwischen Datenbank, Anwendung und Konfiguration, desto eher lohnt sich ein regelmäßiger, vollständiger Test statt nur eine Stichprobe.
Ein praktikabler Ansatz
In der Praxis hat sich bewährt, zwischen unterschiedlichen Testarten zu unterscheiden: kleinere, stichprobenartige Wiederherstellungen einzelner Dateien in kürzeren Abständen, und umfangreichere Tests ganzer Systeme in größeren, aber regelmäßigen Abständen. Wichtig ist weniger die exakte Frequenz als die Regelmäßigkeit selbst. Ein Backup, das nie getestet wird, bleibt eine Vermutung. Mehr zur Bedeutung von Wiederherstellungstests generell steht im Artikel Backup erfolgreich. Aber lässt es sich auch wiederherstellen?
Im Rahmen von Managed Backup bei cs-computer wird die Wiederherstellbarkeit regelmäßig geprüft, statt sich ausschließlich auf den Sicherungsstatus zu verlassen. Details dazu stehen auf der Seite zu Server, Backup & Recovery.